Lüntener Fischteich - Ammeloer Venn

Intensive Fischzucht prägte bis 1952 diesen angestauten Heideweiher und gab ihm auch seinen Namen. Seit 1958 unter Schutz gestellt, hat er sich in den vergangenen Jahrzehnten wieder zu einem echten Schatzkasten der Natur entwickelt.

Wer genau hinsieht, der entdeckt hier zahlreiche ökologische Kostbarkeiten. So finden sich im breiten Schilfgürtel, der den Heideweiher vom angrenzenden nassen Erlen- und Birkenbruchwald sowie einem Gebüsch aus Weiden und Faulbäumen trennt, seltene Röhrichtarten und Sumpfvögel. Auch das Sumpfjohanniskraut, der fleischfressende Kleine Wasserschlauch und der Sumpfbärlapp sind hier heimisch. Um den seltenen Tieren und Pflanzen optimale Lebensbedingungen zu bieten, wurde das Gebiet im Jahr 1992 von 87 auf 102 Hektar erweitert.


Impressionen:


Aktuelle Faltblätter zu den Lüntener Fischteichen:


Am Rand des Gewässers leben einige besonders trittempfindliche Pflanzenarten, in den Feuchtheideflächen selten gewordene Insekten, Reptilien und Vögel. Um sie nicht zu gefährden, ist es wichtig, das Gebiet ausschließlich auf den Wegen zu erkunden.

Bruchwälder, Heideweiher, Röhrichte und Feuchtheideflächen zählen in Nordrhein-Westfalen zu den stark bedrohten Lebensräumen. Durch intensive Pflege ist es möglich, diese Gebiete zu erhalten und die Tiere und Pflanzen, die in ihnen zu Hause sind, wirksam zu schützen und ihren Bestand auf Dauer zu sichern.



Dieses Projekt wird von der Bezirksregierung Münster aus Mitteln des Programms für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert.