Burlo-Vardingholter Venn - Entenschlatt

Bereits  1937 wurde das  etwa 75 Hektar große Hochmoor für den Naturschutz gesichert. Seitdem ist die Nutzung der umliegenden Flächen stärker geworden. Dränagen entwässerten die Flächen und erleichterten die Landwirtschaft,  verschlechterten aber gleichzeitig den Zustand des Moores. Es drohte auszutrocknen. Diese Entwicklung stoppte ein mehr als 2,7 km langer Damm, der  1983 gebaut wurde. Der „Landschaftsplan Borken-Nord“ machte es ab 2001 möglich, das Naturschutzgebiet auf 140 Hektar zu vergrößern. Dabei wurde das benachbarte  „Entenschlatt“ in die Gesamtfläche integriert. Durch gezielte Naturschutzmaßnahmen ist es möglich, diese seltenen Lebensräume zu erhalten und die Tiere und Pflanzen, die in ihnen zu Hause sind, wirksam zu schützen und ihren Bestand auf Dauer zu sichern. So sind einige intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen im Kerngebiet des Venns wieder in Feuchtwiesen zurückgeführt  worden. Insgesamt findet nur noch eine extensive Nutzung statt.


Impressionen:


Die Fläche des neu angelegten Teiches hat sich durch die  Baumaßnahmen sehr verändert. Durch die landwirtschaftliche Nutzung und Trockenlegung wurde sie in der Vergangenheit als Acker genutzt. Und zuletzt wuchs hier eine spezielle Kiefernart, deren Zweige als Blumenschmuck verkauft wurden. Im Spätherbst 2009 ist auf der gesamten Fläche der Oberboden abgefahren worden und es wurden zwei Kleingewässer angelegt. Die Beobachtungskanzel ist so mit Gehölzen eingegrünt worden, dass Wasservögel die Besucherinnen und Besucher möglichst nicht wahrnehmen. So entsteht  eine Chance, die seltenen Tiere zu beobachten. Die übrigen entstandenen Freiflächen sollen sich ohne eine Bepflanzung oder Ansaat entwickeln. Spannend ist wie sich die Flächen dann begrünen. Ob sich Sonnentau und Glockenheide als typische Moorpflanzen ansiedeln werden? Die neuen Gewässer stehen als Laichplatz für Frösche und als Brutplatz für Entenvögel zur Verfügung. Welche Vögel und Amphibien oder Insekten werden sich an den neuen Gewässern so wohl fühlen, dass sie hier leben? Viele unterschiedliche Tiere können die gesamte Fläche mit einer Größe von über 12.800 qm zur Nahrungssuche nutzen.



Dieses Projekt wird von der Bezirksregierung Münster aus Mitteln des Programms für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert.